Um die mathematisch-naturwissenschaftliche Frühförderung von Grundschülerinnen und Grundschülern zu stärken, finanzieren die nordrhein-westfälischen Unternehmer seit 2006 die MINIPHÄNOMENTA ‐ eine Ausstellung mit 52 Experimentierstationen für Grundschulen in NRW. Bei der Jubiläumsfeier zur 500. Ausleihe der MINIPHÄNOMENTA sagte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Horst-Werner Maier-Hunke, in der Arnsberger Karl-Wagenfeld-Schule: „Mit diesen und anderen spannenden Projekten möchten wir schon frühzeitig Interesse für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wecken, damit junge Menschen bereits im Kindesalter Freude an technischen Zusammenhängen entwickeln können.“

Mit mehr als einer Million Euro haben die Landesvereinigung und ihre Mitgliedsverbände seit 2006 die MINT-Bildung in NRW unterstützt. Als eines der erfolgreichsten Projekte hat sich dabei die MINIPHÄNOMENTA erwiesen. Dabei wurden Lehrkräfte fortgebildet, das Lehrmaterial finanziert und die Stationen für eine zweiwöchige Probeausstellung der "MINIPHÄNOMENTA" zur Verfügung gestellt. Bislang haben landesweit 100.000 Grundschulkinder die MINIPHÄNOMENTA erlebt und 1.000 Grundschullehrkräfte an entsprechenden Fortbildungen teilgenommen.

Der NRW-Unternehmerpräsident betonte, gerade bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter seien Neugierde und Forscherdrang besonders ausgeprägt. Dies gelte es zu nutzen. „Daher engagieren wir uns nicht nur für Jugendliche am Ende ihrer Schullaufbahn, sondern schaffen bereits entlang der gesamten Bildungskette vielfältige und altersgerechte Förderangebote“, erklärte Maier-Hunke.

Ministerin Sylvia Löhrmann wies auf die besondere Bedeutung der MINT-Bildung in der Grundschule hin. Hier werde der Grundstein gelegt für ein nachhaltiges Interesse der Kinder an Mathematik, Technik und Naturwissenschaften. Ohne Freude an einem Schulfach falle Lernen schwer und das verhindere oftmals eine bessere Bildung. „Wir müssen alles dafür tun, dass gerade Themen aus den Bereichen Physik und Chemie vermehrt ihren Weg in den Sachunterricht finden. Die MINIPHÄNOMENTA ist dazu ein hervorragendes Mittel“, so Löhrmann.

Der Vorsitzende des Bildungswerkes der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft, Dr. Hans-Jürgen Forst, betonte, ihm sei kein Projekt im Bereich von Naturwissenschaft und Technik bekannt, „das auf eine solch gelungene Art und Weise Kinder, Eltern und Lehrer an den Grundschulen zusammenbringt“. Dem Flensburger Professor Lutz Fiesser, der als „geistiger Vater“ der MINIPHÄNOMENTA der Feierstunde beiwohnte, bescheinigte Forst echten schulpolitischen „Pioniergeist“. Sein Verdienst sei es, schwierige und nüchterne Themen spektakulär, attraktiv und damit kindgerecht für den Unterricht vermittelbar gemacht zu haben.

Bilder der Veranstaltung unter:

http://flic.kr/ps/Eip2V

Hintergrund:

Mit mehr als einer Million Euro förderten die nordrhein-westfälischen Arbeitgeberverbände seit 2006 die MINT-Bildung in NRW durch Projekte wie die MINIPHÄNOMENTA.

Bei der MINIPHÄNOMENTA handelt es sich um 52 kindgerechte Experimente für den Schulflur und die Klassenzimmer, die von der Universität Flensburg unter der Leitung von Prof. Dr. Lutz Fiesser sowie der Nordmetall-Stifung entwickelt und wissenschaftlich erprobt wurden. Zwei Wochen machen die Kinder vorwiegend in den Grundschulen direkte Erfahrungen und entdecken so spielerisch naturwissenschaftliche Phänomene. Ein entscheidendes Instrument der MINIPHÄNOMENTA liegt in einer intensiven Lehrerfortbildung, die ebenfalls von den Arbeitgeberverbänden finanziert wird. Sie hat zum Ziel, das nötige Fachwissen und die pädagogischen Konzepte der MINIPHÄNOMENTA zu vermitteln. Damit auch die nachrückenden Schülerinnen und Schüler von der Ausstellung profitieren können, werden den Schulen Baupläne der einzelnen Experimentierstationen zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Pläne können Lehrkräfte und Eltern die Stationen nachbauen.

Nach sechs Jahren ist Ende 2011 die gemeinsame Förderung des Projektes durch die Landesvereinigung und ihre Mitgliedsverbände ausgelaufen.
Aufgrund der anhaltenden Nachfrage wird das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft die Fortbildungen und Ausleihen ab 2012 als Bildungsdienstleistung weiterhin anbieten. Für interessierte Schulen klärt das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft mit dem jeweiligen regionalen Arbeitgeberverband die Möglichkeiten einer Kostenbeteiligung.
Weitere Informationen unter www.unternehmernrw.net und www.bildungswerk-nrw.de