Nach über 100 Veranstaltungen mit 700 Teilnehmern in Düsseldorf fuhren 60 Lehrkräfte und Unternehmensvertreter fünf Tage an die Wirtschaftsregion Bodensee. Empfangen wurde die Gruppe vom Stadtarchivar der Stadt Friedrichshafen, der in die Geschichte, Geografie und Wirtschaft der Region einführte. Friedrichshafen ist die driittgrößte Stadt am Bodensee und DIE Industriestadt am Bodensee. Die größte Stadt am See ist Konstanz und die zweitgrößte im übrigen das schweizerische St. Gallen.

Am zweiten Tag stand der Besuch der Insel Mainau und der Mainau GmbH - dem größte Touristikunternehmen am Bodensee mit einem Umsatz von 22 Miliionen pro Jahr - auf dem Programm.

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Neben allgemeinen Informationen, geschichtlichen Daten ging es der Gruppe vor allem um "das Unternehmen" der Marke Mainau. Zu diesem Unternehmen gehören die Deutsche Gartenbau-Gesellschaften, eine Stiftung und unter anderem auch eine Akademie. Aufgaben sind zum Beispiel die Vernetzung von jungen Wissenschaftlern mit Nobelpreisträgern, soziale Ziele und die Insel Generationen sicher zu machen.

Im Anschluss daran fuhr die Gruppe nach Konstanz und lernte im Expertengespräch die Geschichte und die aktuelle Situation der Stadt kennen.

Betriebserkundungen standen am dritten Tag auf dem Stundenplan: Die MTU Friedrichshafen GmbH ist eines der größten Motorenfabriken Deutschlands. Hier werden mit 6000 Mitarbeitern Motoren für Autos und Schiffe hergestellt. Die Gruppe lernte das Unternehmen hautnah direkt IN der Fertigung kennen - spannende Eindrücke waren die Folge. Düsseldorf ist zwar auch ein Industriestandort. Direkte Einblicke in die Produktion sind aber eher selten. Nicht so bei dieser Studiengänge der Arbeitskreise Schule/Wirtschaft.

Unter dem Motto "Die Expedition Zukunft beginnt jetzt" gab es auch ein interessiertes Gespräch mit dem Chef-Wirtschaftsförderer der Region. Maybach, von Zeppelin, Dornier und Fraunhofen - mit diesen Namen begann die Wirtschaftsgeschichte hier am Bodensee. Heute ist der Luft - und Raumfahrt-Sektor das größte Wirtschaftscluster mit über 5000 Arbeitsplätzen.

Heute sitzt hier hier EADS, MTU, Liebherr, SAP, Virenscanner Avira, Bosch, das Flugsitze-Unternehmen ZIM, die zweitgrößte Messegesellschaft in Baden-Württemberg, ein eigener Flughafen und sogar eine eigene Fluggesellschaft, die täglich nach Berlin und Hamburg fliegt. Über Flughafen und Schiene ist die Region gut an die Welt angebunden.

Die Themen hier am Bodensee sind vergleichbar mit denen in Düsseldorf. Größte Herausforderung ist auch hier die Fachkräftesicherung. In den kommenden Jahren verlieren die Unternehmen die Hälfte aller Mitarbeiter, die sich in den Ruhestand verabschieden.

Am nächsten Tag fuhr die Gruppe nach Zürich. Mittags wurde man von Vertretern des Bankenverbandes und der Banken UBS und der Nationalbank empfangen. Themen waren der schweizerische Bankenstandort, die Wirtschaftskrise und die zukünftigen Herausforderungen der Bankenbranche in der Schweiz. Klar wurde bei diesem Gespräch, dass die Schweiz gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervor gegangen ist Staatsschulden konnten abgebaut werden und die Arbeitslosenquote ist sehr gering. Die Bildungslandschaft ist gut aufgestellt.

Am Nachmittag des dritten Tages fand ein Expertengespräch über die Stadt Zürich statt. Eine Stadtführung und eine freie Zeit rundeten den Tag ab. Abends ging es dann zurück an den Bodensee nach Friedrichshafen.

Friedrichshafen hat immer noch eine Zeppelin-Industrie. Eine Hangar Werftführung bei der Deutschen Zeppelin-Reederei stand am Schlusstag auf dem Stundenplan. Nach einer Diskussion und einer Feedbackrunde ging es zurück nach Düsseldorf.

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Professionell vorbereitet und durchgeführt wurde diese Studienfahrt auch diesmal wieder von der Europäischen Akademie und ihrem Studienleiter Hanns Christhard Eichhorst.

Die Saisonabschlussfahrt von Schule/Wirtschaft Düsseldorf setzt traditionell einen pausenähnlichen Schlussstrich. Aber, die Pause wird nicht lange dauern und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Das normale SW-Programm startet dann wieder ab Ende September mit Betriebserkundungen, z. B. in der neuen Henkel Forscherwelt, Lehrerfortbildungen, Foren und Bildungsprojekten. Mitmachen können bei Schule/Wirtschaft alle interessierten Lehrkräfte. Natürlich kostenlos. Infos gibt's unter www.schuleundwirtschaft.de.