SIEGEL berufs- und ausbildungsfreundliche Schule

Das Berufswahl-SIEGEL ist ein Zertifikat für Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben erleichtern. Es wurde in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung entwickelt und wird bereits seit 2000 in verschiedenen Städten und Regionen in Deutschland durchgeführt. Schulen entscheiden selbst, ob sie eine Zertifizierung anstreben und eine Bewerbung abgeben wollen.

Das Berufswahlsiegel ist mittlerweile das größte deutsche Schulprojekt. Die Stiftung Pro Ausbildung betreut das Organisationsbüro für Düsseldorf und den Südkreis Mettmann (Hilden, Haan, Erkrath und Langenfeld).

Arbeitskreis Gütesiegel

altDie Zertifizierung wird durch eine Jury, die aus Vertretern aus Unternehmen, Verbänden, Kammern, Schulaufsicht, Lehrkräften, Auszubildenden, Eltern, Gewerkschaften etc. besteht, durchgeführt. Das SIEGEL ist ein sichtbarer Ausweis für Qualität im Feld der Berufsorientierung und darf von den zertifizierten Schulen öffentlichkeitswirksam eingesetzt werden. Diese Schulen dürfen es drei Jahre lang führen und müssen sich nach dieser Zeit rezertifizieren lassen.

Kriterienkatalog

Die Kriterien zum Erlangen des SIEGELs definieren Standards, die über das vom Schulministerium geforderte Niveau hinausreichen. Mit dem SIEGEL ausgezeichnete Schulen wirken als gutes Beispiel und können mit ihrer Arbeit andere Schulen zur Nachahmung anregen und auffordern. Das SIEGEL ist Image fördernd nach außen und motivierend nach innen. Daneben kann es sich in einem prozessorientierten Sinn für die Schule lohnen, da das Thema Berufsorientierung in die Gesamtorganisation verstärkt hineingetragen wird, und die Projektleitung den Schulen während der gesamten Ausschreibungs-, Bewerbungs- und Auswertungsphase als externe Beratung zur Verfügung steht. Bewerberschulen, die das Berufswahl-SIEGEL nicht im ersten Anlauf erhalten, bekommen Feedback und Unterstützung von der Jury.

Netzwerk, Best-Practise

Das Berufswahl-SIEGEL möchte zum einen mehr Transparenz in den wichtigen Bereich der Berufsorientierung an Schulen bringen. Zum anderen soll sichtbar gemacht werden, wie weit Schulen und Lehrer bei den Themen Berufswahlvorbereitung und -Orientierung schon sind. Letztendlich ist das Berufswahl-SIEGEL ein Zertifikat, mit dem Schulen ihre Arbeit dokumentieren und Schüler und Eltern eine Entscheidungshilfe bekommen, eine für sie passende Schule zu wählen. SIEGEL-Schulen müssen ihr Schulkonzept der Öffentlichkeit (z.B. Homepage) zugänglich machen.

Tipps für interessierte Schulen

Interessierte Schulen finden alle Informationen im Download-Bereich (http://stiftung-proausbildung.de/downloads.html). An dieser Stelle empfehlen wir allen Schulen an den Vorbereitungsworkshops teilzunehmen. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass die schriftliche Bewerbung genauso wichtig ist wie das erst spätere Audit. Erst wenn die Jury die schriftliche Bewerbung für ausreichend erachtet, kann eine Schule besucht werden. Deshalb sollte die Bewerbung sorgfältig und im Team erstellt werden. Und ein letzter Hinweis zu der Jury: Grundsätzlich sind die Jurymitglieder keine internen Schulexperten. Beim Berufswahlsiegel geht es letztendlich um die Außenansicht von externen Zielgruppen. Das sollte man auch beachten, wenn man die schriftliche Bewerbung erstellt. Die wenigen internen Schulexperten in der Jury sind dabei, weil das Düsseldorfer SIEGEL-Projekt ein Leuchtturmprojekt in NRW ist.

Informationen: 0211.6690833

Mitglied im Netzwerk Berufswahl-SIEGEL der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT
www.netzwerk-berufswahlsiegel.de
www.berufswahlsiegel.nrw.de